Tagesfahrt ins Lausitzer Seenland

Lausitzer Seenland
Lausitzer Seenland | Foto: Lutz Krebs

Am 16. September 2026 unternahm der Verein Berliner Allianz Pensionäre einen gemeinsamen Tagesausflug unter dem Motto „Vom Bergmann zum Seemann“. Diese besondere Fahrt war sofort ausgebucht. Die Reise führt uns ins Lausitzer Seenland, um vor Ort den beeindruckenden Wandel einer einstigen Braunkohleregion hin zu einer modernen Wasser- und Erholungslandschaft hautnah zu erleben. 


Der Ausflug startete morgens um 07:30 Uhr am Treffpunkt Alexanderplatz. Von dort aus ging die Fahrt im komfortablen Reisebus direkt nach Großräschen zu den IBA-Terrassen. Nach der Ankunft um 10:00 Uhr wurde die Gruppe vom örtlichen Reiseleiter, Herrn Hoika, herzlich empfangen. Ich hatte sofort ein Urlaubsgefühl: Sonnenschein, Palmen, klares Wasser und weißer Strand hatten wir vor Augen, einfach schön. 

Bei einer rund 20-minütigen Führung erhielten wir die ersten Einblicke in das Areal mit seinem Weinberg, der Seebrücke und dem Stadthafen. Herr Hoika wuchs in dieser Gegend auf und erklärte uns viel über den Bergbau und den Strukturwandel mit Herz und Seele. 

Im Anschluss setzte die Reisegruppe die Erkundung der Region mit einer geführten Busrundfahrt fort. Auf dem Weg lagen zahlreiche prägende Stationen des Strukturwandels, darunter die Grubenwasserreinigungsanlage „Rainitza“, der Ilse-Kanal mit seiner imposanten Tunnelröhre sowie die Aussichtspunkte Lieske am Sedlitzer See und der Tagebaurand Welzow Süd. Weitere Stationen der ersten Etappenhälfte bildeten der Strand und Reiterhof am Partwitzer See sowie die Marina mit dem markanten Leuchtturm am Geierswalder See. Die Seen sind im Schnitt 40 – 50 Meter tief.

Um 12:00 Uhr kehrten wir in der Gaststätte „Zur Grubenlampe“ zu einem gemeinsamen Mittagessen ein. Gestärkt wurde die Fahrt gegen 13:00 Uhr fortgesetzt. Der zweite Teil der Busfahrt führte vorbei an den historischen Gartenstädten Laubusch und Lauta. Das Besondere an einer Gartenstadt sind werkseigene Wohnungen, eine Kirche, eine Schule, Einkaufsmöglichkeiten und eine Kneipe. Zudem passierten die Pensionäre den Sornoer Kanal mit der Aussichtsplattform „Rostiger Nagel“, 162 Stufen hoch belohnten uns mit einem herrlichen Ausblick, sowie den Koschener Kanal mitsamt seiner Schleusenanlage. 

Am großen Strandparkplatz in Großkoschen endet die Busrundfahrt, und die Gruppe verabschiedet sich von ihrem Reiseleiter. Ein etwa zehnminütiger Spaziergang über die Promenade führte zum Schiffsanleger. Um 15:00 Uhr legte das Fahrgastschiff MS „Santa Barbara“ zu einer anderthalbstündigen Rundfahrt auf dem Senftenberger See ab. Während der Schiffstour konnten wir die Aussicht bei einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen genießen. 

Wir durften ein Naturschutzgebiet der Extraklasse besichtigen. Endlose Radwege wurden angelegt, die schönsten Badestrände laden zum Schwimmen ein, für Familien ein wunderbares Erholungsgebiet. 

Auch sportlich wurden die Seen bereits genutzt. Am 17.9. durchquerte die tschechische Langstreckenschwimmerin Pavla Petrova die neu verbundenen Tagebauseen von Senftenberg bis Großräschen. Diese Aktion setzt ein Zeichen für die Region und den Wandel im Lausitzer Seenland.  

Im Laufe der Jahre wurden riesige Mengen Kohle abgebaut. Dafür mussten 86 Dörfer umgesiedelt werden, darf man dabei aber auch nicht vergessen. Der Mensch hat der Natur wieder ein gutes Stück zurückgegeben.

Nach der Ankunft in Großkoschen um 16:20 Uhr ging es über die Strandpromenade zurück zum Bus, woraufhin die gemeinsame Heimreise nach Berlin angetreten wurde. 

Herzlichen Dank an die Organisatoren für diese beeindruckende Tagesfahrt. Es war ein rundum gelungener Tag.

Aufgeschrieben von Beate Fischer